Tillandsien-Sammlung
Andreas Böker

Mitglied der deutschen Bromelien-Gesellschaft e.V. (DBG)
Wasser  

Licht, Luft












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Die Verfügbarkeit von Wasser ist immer im Zusammenhang mit der Temperatur zu sehen. Generell gilt, dass bei geringen Temperaturen auch die Wassergaben stark einzuschränken sind.

Die grauen Arten werden i.d.R. nicht getopft, sondern epiphytisch auf Stein oder Rebholz kultiviert. Sie beziehen ihre Feuchtigkeit aus der natürlichen Luftfeuchtigkeit und durch regelmäßiges Ansprühen. Im Gewächshaus genügt im Winter bei wenig Licht und niedrigen Temperaturen ein 1- bis 2-wöchentlicher Gießrythmus. Als ideales Gießgerät hat sich hier ein Gießstab mi Nebeldüse erwiesen, der eine dosierte Wasssergabe ermöglicht, so dass die Pflanzen nicht vollkommen durchnässen. Im Frühjahr und Sommer kann eigentlich täglich gegossen werden, i.d.R. gieße ich 2-3 mal wöchentlich mit vergleichsweise hohen Wassergabe, z.B. mit handelsübliche Giesbrausen.

Das morgendliche Besprühen kommt dem natürlichen Rhythmus der Pflanzen, d.h. der morgendliche Taubildung, nahe und ist der optimale Zeitpunkt der Feuchtigkeitsversorgung. Es sollte auf jeden Fall sichergestellt sein, dass die Pflanzen zur Nacht abgetrocknet sind, zumindest wenn die Pflanzen bei niedrigen Nachttemperaturen kultiviert werden. Überhöhte Wassergaben können leicht zu einer Veralgung der Pflanzen führen, die sich negativ auf das Aussehen und die Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit der Saugschuppen auswirkt.

Tillandsien stellen hohe Ansprüche an die Qualität des Wassers. Generell geeignet ist Regen-, Fluss- oder Teich- und auch Aquarienwasser, da es geringe Mengen an Nährstoffen enthält und zumeist geeignete Härtegrade aufweist. Es sollte aber auf die Sauberkeit geachtet werden. Auch Regenwasser kann in Industriezonen stark schadstoffbelastet sein, insbesondere das erste Regenwasser nach längeren Trockenperioden sollte nicht verwendet werden. Extrem hartes Wasser sollte ebenfalls nicht verwendet werden, da der darin gelöste Kalk auf den Blättern weiße Flecken und Gießränder verursachen kann und im Extremfall die Saugschuppen verkrusten, so dass diese keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen können. Stark kalkhaltiges Wasser muss daher entkalkt werden, z.B. durch die Entkalkung mittels Torf (Torf in einem Stoffbehälter in das Gießwasser legen und mehrere Stunden wirken lassen).

Das Gießwasser muss ausreichend temperiert sein (mindestens 15°C), im Idealfall sollte es Umgebungstemperatur aufweisen.

     

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